
3. Liga
PLATZ-CAUSA VORBEI?
Neuer Klub! Fußball-Revolution in Bischofshofen
In Bischofshofen könnte es zu einer echten Fußball-Revolution kommen. Wie am Freitag offiziell wurde, bewarb sich ein hochrangiger Funktionär des städtischen Skiclubs mit einem neuen Verein um die Infrastruktur. Damit kommt in der Sportplatz-Causa um den BSK 1933 mächtig Bewegung rein.
Die Fronten zwischen dem BSK 1933 und der Stadtgemeinde Bischofshofen sind seit langer Zeit mehr als nur verhärtet. Die „Krone“ berichtete bereits mehrfach über den Zwist. Im Frühjahr 2025 kündigte die Stadtgemeinde einstimmig den Nutzungsvertrag für die Sportanlage mit 30. Juni 2026 auf.
„Von Bürgermeister Obinger aufgefordert“
Jetzt kommt mächtig Bewegung in die Sache. Vielmehr: Es könnte zu einer echten Revolution kommen. Aber keinesfalls zugunsten des BSK. „Nach reiflicher Überlegung, vielen Gesprächen, tollem Feedback und den mittlerweile erhaltenen Zusagen darf ich Ihnen mitteilen, dass ich mich mit meinem Team rund um den Skiclub Bischofshofen um die Fußball-Infrastruktur in Bischofshofen beworben habe“, erklärt Skiclub-Vizepräsident Raimund Unger per Aussendung.
Unger, im Brotberuf Jurist, weiter: „In der Dezember-Gemeindevertretungssitzung wurde ich von Bürgermeister Hansjörg Obinger aufgefordert, die Obmannschaft für einen neuen Fußballclub zu übernehmen.“ Es sei angedacht, mit der Führung des Klubs als Sektion „Fußball“ im Skiclub zu starten.
Nachwuchs für Kampfmannschaft ausbilden
Es soll künftig neue Impulse für den Nachwuchs in Bischofshofen geben. „In den vergangenen Jahren geriet der Fußballclub zunehmen in schwieriges Fahrwasser“, steht in der Aussendung von Unger. Mit der Gründung eines neuen Fußballvereins, solle die Fußballtradition in Bischofshofen nicht nur fortgeführt, sondern nachhaltig neu ausgerichtet werden. Das Konzept sieht folgendermaßen aus: „Der Verein soll sich konsequent wieder von unten nach oben entwickeln. Das bedeutet, dass der Fokus klar auf Kindern und Jugendlichen liegt – auf einer strukturierten Nachwuchsarbeit, aus der sich langfristig leistungsfähige Kampfmannschaften entwickeln können und sollen.“
Im neuen Konzept gehe es um die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Dafür gebe es bereits zusagen von UEFA-lizenzierten Trainern, speziell ausgebildeten Nachwuchsbetreuern, Ex-Spielern der Kampfmannschaft sowie einem Headcoach für die sportliche Gesamt- und Weiterentwicklung.
Besonders wichtig zu erwähnen: Es geht nicht um eine Übernahme des bestehenden Vereins Bischofshofen Sportklub 1933, sondern um den Zuschlag für die Nutzung der Sportanlange bzw. der Fußball-Infrastruktur der Stadtgemeinde unter Führung eines neuen Vereins. Der aktuelle Westligist in Bischofshofen würde als Verein zwar bestehen bleiben, hätte jedoch keinen Sportplatz.
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Bild: Andreas Tröster












